runder Tisch

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World Café-Methode

(überwiegend entnommen aus Sabine Bredemeyer)

Sie ist einfache und zugleich wirkungsvolle Methode, um 20 – 200 Menschen einer Gruppe in intensive Gespräche miteinander zu bringen. Zu einem gemeinsamen Thema wird das kollektive Wissen und die kollektive Intelligenz der Gruppe plötzlich sichtbar, wodurch kreative Lösungen und Durchbrüche für komplexe Themen möglich werden.

Das Setting eines World Cafés ist sehr informell. Leitidee ist die entspannte Atmosphäre eines Straßencafés, in dem sich Menschen zwanglos unterhalten. Die Teilnehmer sitzen an kleinen Tischen, an denen jeweils vier bis fünf Menschen Platz finden können. Die zwanglose Atmosphäre und die kleinen Gruppen bewirken, dass die Teilnehmer beginnen, sich für einander zu interessieren und sich wirklich zuzuhören. Sie verteidigen keine Positionen, sondern lassen sich auf ihr Gegenüber ein.

Ein World Café dient dazu, viele Gespräch zu führen, die ein gemeinsames Thema haben. Es geht um eine Frage oder um eine aufeinander abgestimmte Sequenz von Fragen. Das World Café macht Antworten der Teilnehmer auf diese Fragen sichtbar. Auch wenn es in der Regel nicht darum geht, Maßnahmen zu erarbeiten, sieht doch jeder Beteiligte neue Handlungsmöglichkeiten für sich und die Organisation, die er vorher nicht gesehen hatte.

Ein World Café ist sinnvoll, wenn

  • das Wissen und die Intelligenz vieler für ein komplexes Thema genutzt werden sollen,
  • außergewöhnliche Lösungen zu einem Thema gefunden werden sollen,
  • man will, dass “alle mit allen reden” und “alle zusammen denken”,
  • die Sicht aller zu einem Thema oder einer Frage deutlich werden soll, oder der Input eines Redners in einer Gruppe sinnvoll verarbeitet werden soll.

World Café ist eine Methode, die es den Teilnehmern in einer dafür geschaffenen Kaffeehaus-Atmosphäre rasch ermöglicht, sich auf tiefgreifende Gespräche einzulassen. Gezielte, vorbereitete Fragen, einfache Prinzipien und ein paar wenige Regeln unterstützen die Teilnehmer dabei, einander respektvoll zuzuhören und durch immer weitergehende Untersuchungen ihr Wissen zu teilen, zu vertiefen und zu verlinken. Durch diese Vernetzung werden die Chancen deutlich erhöht, neben einer Vielfalt an Informationen auch ganz neue Sichtweisen und Einsichten zu gewinnen. Die kollektive Weisheit im Raum wird mit jeder Runde deutlicher sichtbar, immer tiefer gehende Fragen werden offenbar und mit jeder tiefer gehenden Frage tauchen neue, inspirierende, mögliche Antworten auf....

Fotos: DVV-Bundesfachbereichskonferenz 2005

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